Nominierung

Cluster

Siedlungsräume in und um Ballungszentren wachsen stetig.
Die Neuerschließungen von Wohn- und Gewerbegebieten
finden in aller Regel – dank raumplanerischer Instrumente
– nicht auf der sogenannten grünen Wiese statt, sondern
im Anschluss an bestehende Nutzungen der gleichen Art
oder sogar als sogenannte Innenverdichtungen, also innerhalb
bestehender Nutzungen. Damit einher geht auch die
Nutzung beziehungsweise Erweiterung bestehender Infrastruktur,
wie Straßen, Strom und Gas, aber auch Kanalisation.
Die mit der Errichtung von Infrastrukturen wie Gebäude
oder Straßen einhergehende Versiegelung von Oberflächen
versursacht gemeinsam mit den Folgen des Klimawandels
(darunter vermehrtes Auftreten von Starkregenereignissen)
hohe Belastungen der Abwassersysteme.
Unser Kanalsystem ist zum Teil bereits mehrere Jahrzehnte
alt. Seine Dimensionierung ist daher häufig nicht auf die
heute notwendigen Abflussmengen ausgelegt.
Bestehende Kanalsysteme müssen daher zunehmend angepasst
werden, um die heute auftretenden Abflussmengen
aufnehmen und sicher abtransportieren zu können und
dabei einschlägigen Auflagen zu entsprechen und zu unterstützen.
Bei diesem Projekt haben sich die Projektpartner zusammengefunden,
um eine innovative, ökologische und ökonomische
Lösung für die beschriebene Problematik zu entwickeln.

Draingardens sind - vereinfacht gesprochen - Grünstreifen
entlang oder innerhalb von Verkehrsflächen, die bestimmte
technische und funktionale Eigenschaften aufweisen. Sie
fallen in den Bereich der grünen Infrastruktur und erfüllen
neben ihrem primären technischen Ziel der Wasserretention
auch zahlreiche Funktionen wie Verbesserung des Mikroklimas,
Lebensraumfunktion und Ästhetik. Die Summe ihrer
Wirkungen werden als ecosystem services bezeichnet.

Jurybegründung für die Nominierung:

Hier wird ein Thema aufgegriffen, das häufig zu wenig
Aufmerksamkeit erhält, weil es zwischen den institutionellen
Zuständigkeiten und fachlichen Kompetenzen
durchfällt. Die Projektpartner haben dieses Thema nicht
nur aufgegriffen, sondern auch eine Lösung gesucht, die
einen Mehrfachnutzen zulässt: Lebensqualität, Hochwassersicherheit,
Biodiversität, Skalierbarkeit und hoffentlich
auch gute Geschäfte. Viele gute Gründe, es für den Kooperationspreis
zu nominieren.

Projektpartner in alphabetischer Reihenfolge:
• Projektkoordination:
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Ingenieurbiologie
und Landschaftsbau (www.baunat.boku.ac.at)
• Garten Rath (www.gartenrat.com)
• Stauss Perlite GmbH (www.euoperl.at)
• Zeleny Infrastruktur Planung (www.zeleny-zt.at)

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